Trotz Fachkräftemangel gilt : Qualität vor Quantität !

Gepostet von am Sep 27, 2018 in Allgemein | Kommentare deaktiviert

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 Baugewerbe begrüßt Bundesratsinitiative zur Meisterpflicht

Die Folgen der Handwerksnovelle aus dem Jahr 2004 haben eine Abwärtsspirale im Baugewerbe in Gang gesetzt, die kaum zu bremsen ist: wirtschaftliche Probleme in den Betrieben, abnehmende Handwerksqualität und vor allem ein dramatischer Rückgang der Ausbildungsleistung hat die Bayerische Staatsregierung nun dazu bewogen, eine Bundesratsinitiative zu starten. Nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Fachkräftemangels begrüßt das Baugewerbe diesen Schritt.

Vor 14 Jahren wurde die Handwerksordnung in Deutschland novelliert und die Meisterpflicht in einigen Gewerken aufgehoben. Man erhoffte sich damit eine Belebung im Handwerk. Doch leider führte diese Novellierung nachweislich zu einem dramatischen Rückgang der Ausbildungszahlen. Getrieben durch den aktuell fortschreitenden Fachkräftemangel hat die Bayerische Staatsregierung letzte Woche im Bundesrat einen Antrag auf Wiedereinführung der Meisterpflicht gestellt. Auch in der Öffentlichkeit stößt die Initiative auf breite Zustimmung. Die Abschaffung dieser Pflicht im Jahr 2004 war ein großer Fehler ,da dies auch Auswirkungen auf die Qualität der Arbeiten hatte.

 

Baugewerbe befürwortet Bayerischen Vorstoß zur Wiedereinführung der Meisterpflicht

Auch das Baugewerbe unterstützt das Vorgehen auf breiter Front. “Wir begrüßen die Bundesratsinitiative der Bayerischen Staatsregierung zur Wiedereinführung der Meisterpflicht! Die Wiedereinführung  in den seit 2004 zulassungsfreien Gewerken des Bauhandwerks, wie z.B. beim Fliesenlegerhandwerk ist dringend notwendig, denn eine zukunftsfähige duale Ausbildung, gut ausgebildete Fachkräfte, Handwerksqualität und vor allem hohen Verbraucherschutz sichert nur der Meisterbrief!”, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Baugewerbe-Verbandes Sachsen-Anhalt, Giso Töpfer, und fordert seine Landesregierung zur Unterstützung der bayerischen Initiative im Bundesrat auf.

Die Verbraucher sind oft die Leidtragenden

Fest steht, dass es ohne Meisterbetriebe keine betriebliche Ausbildung mehr gibt. Doch Qualität kommt vor Quantität. Die ist allerdings kaum noch gegeben, denn schon jetzt herrscht ein Fachkräftemangel. Darunter leidet auch die Qualität des Handwerks. Die Zeche dafür muss der Verbraucher bezahlen. Deshalb ist die Wiedereinführung der Meisterpflicht unbedingt notwendig, fordert das Baugewerbe. Schließlich muss der Kunde dem Handwerker vertrauen können und er muss sich sicher sein, dass der Handwerker auch eine gut ausgebildete Fachkraft ist. Es ist nun eine Frage der Zeit, ob und wann die Handwerksordnung geändert werden könne, ohne dass ein Scheitern vor der Europäischen Kommission befürchtet werden muss.

(Quelle : Meistertipp-News  vom  26.09.2018, Autor Frank Kessler)